ManTrailing & DogTraining Mönchengladbach
Hundesport & Tierphysiotherapie Zentrum Wrann

Anti-Giftköder Kurs

Schluss mit dem „Draußen-Staubsauger“ und Angst auf dem Spaziergang!

Pferdekot

„Schluck – weg ist der Pferdeapfel!“
Für viele Hunde gehört es zum Spaziergang dazu, alles aufzunehmen, was am Wegesrand interessant riecht. Für uns Menschen ist das manchmal einfach nur eklig – bei unbekannten Fressstücken kann es allerdings ernst werden.

Niemand möchte beim Spaziergang ständig mit der Angst unterwegs sein, dass der Hund im nächsten Moment etwas Gefährliches aufnimmt.

Genau hier setzt unser Anti-Giftköder-Training an.

Dabei geht es nicht darum, Deinem Hund das Fressen grundsätzlich zu verbieten. Wir möchten ihm vielmehr alternative Verhaltensweisen beibringen und seine Orientierung an Dir stärken, damit Du in entsprechenden Situationen besser reagieren kannst.

Was soll Dein Hund lernen?

Im Training bauen wir verschiedene Fähigkeiten auf, die im Alltag miteinander kombiniert werden können.

Dazu gehören unter anderem:


🛑 Rechtzeitig stoppen: Dein Hund lernt, seine Bewegung beziehungsweise das Aufnehmen von Fressbarem auf ein entsprechendes Signal hin zu unterbrechen.
↩️ Vom Fressbaren wegkommen: Wenn Du einen Gegenstand rechtzeitig erkennst, kann ein gut aufgebauter Rückruf dabei helfen, Deinen Hund vom Fressbaren wegzuführen.
👃 Fundstücke anzeigen: Nicht immer sehen wir Menschen rechtzeitig, was unser Hund entdeckt hat.
Deshalb kann ein Anzeigeverhalten eine zusätzliche Sicherheit darstellen: Der Hund lernt, interessante Fundstücke nicht einfach aufzunehmen, sondern seinem Menschen anzuzeigen.
🗣️ Ein zuverlässiges Aus-Signal: Hat Dein Hund bereits etwas aufgenommen, ist ein zuverlässiges Aus-Signal besonders wichtig.
Dieses Verhalten wird gezielt aufgebaut und unter unterschiedlichen Bedingungen gefestigt.
🆘 Verhalten für den Notfall: Für Situationen, in denen ein Hund bereits etwas im Maul hat, kann auch das kontrollierte und stressarme Öffnen des Hundemauls trainiert werden.

Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Notfallmaßnahme und nicht um die eigentliche Trainingsstrategie.

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Positive Verstärkung statt Strafe

Fleischkeulen

Ein Hund soll lernen, dass es sich lohnt, mit seinem Menschen zusammenzuarbeiten. Deshalb arbeiten wir im Training mit positiver Verstärkung, beispielsweise über einen Clicker oder ein Markerwort.

Der Hund wird nicht dafür bestraft, dass er sich für etwas Fressbares interessiert. Stattdessen zeigen wir ihm, welches Verhalten wir von ihm möchten und verstärken dieses gezielt. So entsteht Schritt für Schritt eine zuverlässige Alternative zum Aufnehmen.


Training dort, wo es wirklich gebraucht wird

Anti-Giftköder-Training sollte nicht ausschließlich auf einem Trainingsplatz stattfinden. Denn draußen warten die interessanten Dinge schließlich auch nicht auf einer perfekt vorbereiteten Trainingsfläche.

Deshalb verlagern wir das Training zunehmend in realistische Situationen auf Spaziergängen und im Gelände.

Dabei können die Anforderungen Schritt für Schritt gesteigert werden:

  • unterschiedliche Futterstücke
  • verschiedene Untergründe
  • unterschiedliche Ablenkungen
  • größere Entfernungen
  • schwieriger auffindbare Futterstellen
  • verschiedene Alltagssituationen

Die Schwierigkeit wird immer an den jeweiligen Trainingsstand des Hundes angepasst.


Warum mehrere Bausteine wichtig sind

Fleischbällchen mit Rasierklingen

Eine einzelne Übung macht noch keinen zuverlässigen Schutz vor dem Aufnehmen von Fressbarem.
Deshalb kombinieren wir verschiedene Trainingsbereiche miteinander.
Der Hund soll lernen:

sehen oder riechen → wahrnehmen → nicht aufnehmen → sich an seinem Menschen orientieren → gewünschtes Verhalten zeigen.

Je nach Situation können dabei ein Stoppsignal, der Rückruf, ein Anzeigeverhalten oder das Aus-Signal zum Einsatz kommen.

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Für wen ist der Kurs geeignet?

Das Training ist besonders interessant für Hunde, die:

  • draußen regelmäßig Fressbares aufnehmen
  • beim Spaziergang alles vom Boden „aufsaugen“
  • sich nur schwer von interessanten Fundstücken lösen
  • bereits Erfahrungen mit dem Aufnehmen von Dingen gemacht haben
  • ihren Menschen beim Spaziergang immer wieder vor Herausforderungen stellen

Auch wenn Dein Hund bisher nur gelegentlich etwas vom Boden aufnimmt, kann es sinnvoll sein, frühzeitig ein zuverlässiges Alternativverhalten aufzubauen.


Wichtig: Training ersetzt keine Vorsicht

Flasche mit Gift und ein Stück Fleisch

Auch ein sehr gut trainierter Hund ist kein hundertprozentig kalkulierbares System.

Das Anti-Giftköder-Training soll Dir zusätzliche Handlungsmöglichkeiten und mehr Sicherheit im Alltag geben. Es ersetzt nicht Deine Aufmerksamkeit beim Spaziergang und auch nicht die tierärztliche Versorgung, wenn Dein Hund möglicherweise einen giftigen oder unbekannten Stoff aufgenommen hat.


Mehr Sicherheit für Eure Spaziergänge

Du möchtest nicht bei jedem Fundstück am Wegesrand in Panik geraten? Dann baut gemeinsam mit Deinem Hund wichtige Verhaltensweisen auf, die Euch im Alltag unterstützen können.


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